Gemeinsam gegen Plastik

Ein Jugendprojekt der KraftWerkstatt Lörrach e.V.

10 Tipps zur Vermeidung von Plastikmüll

 

  1. Mehrweg statt Einweg
  2. Thermobecher statt Coffee - to – go
  3. Pausenbox statt Alu -, und Klarsichtfolie
  4. Einkaufskorb oder Stofftasche statt Plastiktüte
  5. Obst und Gemüse unverpackt kaufen
  6. Keine mehrfach in Plastik verpackten Produkte kaufen
  7. Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik kaufen.
  8. Beim Kauf von Kleidung auf Naturmaterialien achten.
  9. Müll fachgerecht trennen und entsorgen.
  10. Einfach mal Müll aufheben!

Problem!

 

Jährlich landen 6,4 Millionen Tonnen Plastik mitsamt den giftigen Inhaltsstoffen im Meer. Diese Produkte sind nicht biologisch abbaubar und sammeln sich somit in enormen Mengen in den Weltmeeren.

Die weltweiten Kunststoffproduktion hat außerdem einen signifikanten (10-13%) Anteil am CO2- Ausstoß und trägt damit erheblich zum Klimawandel bei.

 

 

Was ist Plastik und wo begegnet er uns im Alltag?


Plastik wird vor allem aus Zellulose, Kohle, Erdöl oder Erdgas hergestellt. Er besteht aus langen, ineinander verschlungenen Molekülketten, die biologisch nicht abbaubar sind. Eine PET-Flasche beispielsweise braucht circa 450 Jahre, bis sie vollständig zersetzt ist.
Aufgrund der flexiblen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Plastik gibt es unzählige Produkte und Varianten, die im Alltag ständige Begleiter sind. Als Fasern oder Folien wird er zum Beispiel zu Baustoffen, Textilien oder Farben, Lacken und Klebstoffen verarbeitet. Auch viele Einwegartikel wie Tüten und Verpackungen werden aus Plastik fabriziert. Diese werden in der Regel nur einmal verwendet und dann weggeworfen. 2017 wurden in Deutschland 2,4 Milliarden Plastiktüten verbraucht. Im Durchschnitt wird eine Plastiktüte nur 25 Minuten lang benutzt.
Sind die Plastikteile kleiner als 5 Millimeter, spricht man von sogenanntem Mikroplastik. Mikroplastik findet sich in vielen Kosmetikprodukten, wie Shampoo, Duschgel, Sonnencreme und Peelings. Mikroplastik kann zum Beispiel auch durch den Abrieb von Autoreifen entstehen oder durch das Lösen von Plastikfasern beim Waschen von Fleecepullis oder anderen Kunstfasertextilien.

 

Was ist das Problem an Plastik?


Landet Plastik in unserer Umwelt oder nehmen wir diesen in Form von Mikroplastik auf, ist dies mit ökologischen und gesundheitlichen Problemen verbunden.
Müll wird teilweise achtlos liegengelassen, von offenen Deponien durch den Wind und Flüsse ins Meer transportiert oder direkt in Flüsse oder andere Gewässer entsorgt. Mikroplastik wird vor allem über das Abwasser transportiert. Egal, ob durch absichtliche oder unabsichtliche Entsorgung von Plastik und anderen Abfällen, gelangen diese in die Ozeane. Auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche treiben bis zu 18 000 Plastikteile unterschiedlichster Größe. Diese von Müll bedeckte Meeresoberfläche repräsentiert aber nur etwa 15 % des Mülls. Der größte Teil sinkt auf den Meeresgrund.

Jährlich landen 6,4 Millionen Tonnen Plastik mitsamt den enthaltenen Giftstoffen im Meer. Da diese Produkte biologisch nicht abbaubar sind, sammelt sich der Müll in den Meeren in enormen Mengen an.
Meerestiere verfangen sich in dem treibenden Müll und verwechseln diesen mit ihrer natürlichen Nahrung. So verhungern diese Tiere mit vollem Magen oder erleiden innere Verletzungen. Mikroplastik wird von Plankton aufgenommen, welches wiederrum von größeren Tieren gefressen wird und sich so in der Nahrungskette anlagert. Am Ende schließt sich der Kreis und die Giftstoffe landen auf unserem Teller.
Auch beim Konsum von Getränken oder Nahrungsmitteln aus Plastikbehältern oder dem Behandeln von Textilien oder anderen Plastikprodukten, werden sogenannte Weichmacher dieser Produkte gelöst und können gesundheitsschädlich wirken.

 

Was können wir gegen Plastik tun?


Die Verwendung von Plastik in verschiedensten Produkten muss reduziert werden. Hierzu sind weitere gesetzliche Regelungen, technische Innovationen und neue Recyclingsprozesse nötig, sowie die Bekämpfung des Mülls im Meer.
Einen Schritt, den jeder von uns gehen kann, ist der zu einem bewussten Verbraucherverhalten. Damit der Umstieg zu einem Alltag mit weniger Plastik und Mikroplastik einfacher ist, haben wir auf der Rückseite 10 Tipps zur Reduktion und Vermeidung von Plastik zusammengestellt.

 

 

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